Bedeutung

Die Zunahme von vaskulären Risikofaktoren wie der arteriellen Hypertonie und des Diabetes mellitus in Kombination mit der Alterszunahme der Bevölkerung hat zur Folge, dass die Prävalenz der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (PAVK) stetig zunimmt. Folgen sind eine eingeschränkte Mobilität, Gefährdung der Extremität  mit dem Risiko der Amputation und ein deutlich erhöhtes Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall.

Die Kosten für die stationäre und ambulante Versorgung von Patienten mit PAVK für das Gesundheitssystem gehen in die Milliarden, Tendenz steigend. In den letzten Jahrzehnten sind endovaskuläre Eingriffe zunehmend ins Zentrum des therapeutischen Managements der PAVK gerückt und haben heute eine zentrale Bedeutung in der Behandlung der PAVK-Patienten.

Trotz des herausragenden Stellenwertes und der weiten Verbreitung endovaskulärer Eingriffe im therapeutischen Management der PAVK existieren derzeit keine Programme, die den klinischen Outcome anhand von Qualitätsindikatoren in der klinischen Routine dokumentieren und relevante klinische Daten im Verlauf nach der Intervention einbeziehen. Mit der Registerplattform RECCORD (Recording Courses of Vascular Diseases) verfolgt die Deutsche Gesellschaft für Angiologie – Gesellschaft für Gefäßmedizin e.V. das Ziel, relevante Daten im Hinblick auf Indikationsstellung, medikamentöser Versorgung, Eingriff, Akutresultat und weiterem klinischen Verlauf systematisch zu erfassen und wissenschaftlich aufzuarbeiten. Klinisch relevante Qualitätsindikatoren bilden dabei ein wichtiges Instrument zur Qualitätskontrolle für die beteiligten Zentren.